Ansatz der Spracherfahrung
Der Spracherfahrungsansatz (LEA) bezieht sich auf eine Lehrmethode, die sich auf die Verwendung von Erfahrungen und Sprache zur Förderung von Lese- und Schreibfähigkeiten konzentriert. LEA schafft ein Umfeld, in dem sich die SchülerInnen ausdrücken können, indem sie ihre Gedanken und Geschichten erzählen. Auf diese Weise werden das Verständnis und der Erwerb von Schreib- und Lesefähigkeiten in realen Situationen gefördert.
Das Hauptprinzip des Spracherfahrungsansatzes besteht darin, dass die Sprache und das persönliche Leben sowie die Sprache der Lernenden als grundlegendes Material für das Lernen verwendet werden. Auf diese Weise ist der Unterricht partizipatorisch; die Schüler werden vollständig in den Lernprozess einbezogen, und es besteht eine Verbindung zwischen den Formen des Sprechens und der schriftlichen Texte. Die Lehrkraft kann die Schüler beispielsweise auffordern, eine Erzählung ihrer Wochenendgeschichten zu verfassen, die dann aufgezeichnet, abgetippt und später als Lesestoff verwendet wird. Dies hilft den Kindern zu erkennen, dass es einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen ihrer Äußerung und der Art und Weise, wie ein Text geschrieben wird, gibt.
Der Spracherfahrungsansatz berücksichtigt die unterschiedlichen Hintergründe und Lebenserfahrungen der Lernenden und macht so den Lernprozess für sie relevant und zugänglich. So können beispielsweise SchülerInnen mit unterschiedlichem kulturellem oder sprachlichem Hintergrund ihre eigenen Geschichten erzählen, die nicht nur Leben in den Unterricht bringen, sondern auch die Möglichkeit für einen differenzierten Unterricht bieten, der auf dem Sprachniveau und dem Lernstil der SchülerInnen basiert.
Ein Beispiel für eine Unterrichtsaktivität im Rahmen des Spracherfahrungsansatzes ist eine kooperative Erzählstunde, bei der die Lernenden zunächst über ein Thema wie ihren Lieblingsurlaub sprechen. Die Lehrkraft schreibt ihre gemeinsame Geschichte auf, die anschließend für ein Klassenbuch verwendet wird. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler nicht nur Schreiben und Lesen miteinander verbinden, sondern auch sehen, dass ihre Beiträge auf praktische Weise gewürdigt werden.
Der Ansatz der Spracherfahrung im Lese- und Schreibunterricht hat viele Vorteile, wie z. B. die gesteigerte Motivation der Schüler, die Verbesserung der Sprachkenntnisse und die Entwicklung des kritischen Denkens. Da der Schwerpunkt auf den Erfahrungen des Einzelnen liegt, sind die Schüler in der Regel sehr interessiert und bereit, sich zu beteiligen, was dazu führt, dass sie sich die tatsächlichen Sprachstrukturen und den Schreibprozess aneignen, indem sie die reale Anwendung ihrer Lese- und Schreibfähigkeiten erleben. Sie können sich leicht mit dem Thema auseinandersetzen.